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Deutschland-Politik

Mittwoch, 12. September 2007

Höhere Rente

Bei der Rentenberechnung sind in der DDR gezahlte „Jahresendprämien“ einzubeziehen (Bundessozialgericht, B 4 RS 4/06). Diese seien kein Bonus, sondern Bestandteil des Arbeitsentgelts gewesen.

Montag, 10. September 2007

Auch das gibt's:

HICKHACK UM JUNIORPROFESSUR

Linke Nummer an der FU Berlin

Von Philipp Wittrock

Albert Scharenberg ist Nordamerika-Spezialist an der FU Berlin - der beste Kandidat für die neue Juniorprofessur am renommierten JFK-Institut, empfehlen Gutachter. Nur das Uni-Präsidium will ihn nicht: zu alt, unqualifiziert. Kollegen vermuten ganz andere Gründe für die Ablehnung.

Es muss irgendwann Anfang des Jahres gewesen sein, so erzählt man sich an der Freien Universität Berlin, als sich Uni-Präsident Dieter Lenzen an den Computer gesetzt und den Namen Albert Scharenberg in die Google-Suchmaske getippt haben soll. Einige hundert Treffer spuckt die Suchmaschine über den promovierten Politologen und Historiker, den Nordamerika-Experten und Redakteur der renommierten "Blätter für deutsche und internationale Politik" aus.

Ziemlich weit oben in der Trefferliste führt auch ein Link zur Rosa-Luxemburg-Stiftung (RLS). Albert Scharenberg ist im Kuratorium: Zwei-, dreimal im Jahr setzt man sich zusammen, um die Stiftung, die der Linkspartei nahesteht, fachlich zu beraten. Jahre schon lehrt Scharenberg am John-F.-Kennedy-Institut der FU, gibt dort Seminare über "Race und Ethnicity in American Politics" oder "Schwarzen Nationalismus in den USA", auch die Einführungsvorlesung im Nordamerikastudiengang hat er bereits gehalten.

DIE KONTRAHENTEN: STREIT UM EINE JUNIORPROFESSUR

Fotostrecke starten: Klicken Sie auf ein Bild (3 Bilder)
Nun hatte ihn eine Berufungskommission für die dort geplante Juniorprofessur für die Politikwissenschaft Nordamerikas empfohlen. Doch als Uni-Präsident Lenzen Scharenbergs RLS-Kontakte entdeckte, so wird kolportiert, soll er einen Entschluss gefasst haben: der nicht.

"Damit droht das Ende meiner wissenschaftlichen Karriere", sagt Albert Scharenberg, der um seine Reputation bangt. Er sei zu alt und unqualifiziert für die Juniorprofessur - so begründet das Präsidium offiziell die Ablehnung des langjährigen Mitarbeiters. Doch das glauben weder Scharenberg noch seine Kollegen. Sie sind sicher, der wahre Grund ist: Scharenberg ist der wirtschaftsnahen Uni-Leitung zu links. Lenzen wollte sich auf Nachfrage von SPIEGEL ONLINE dazu nicht äußern.

Präsidium kassiert Favoritenliste der Gutachter

Am JFK-Institut grassiert Aufregung über "dieses substanzlose Willkürurteil". Es hat nach mehr als einem Jahr einen Berufungsprozess jäh gestoppt, der angesichts der Lehrengpässe eigentlich rasch durchgezogen werden sollte.

Nach Ausschreibung der Juniorprofessur im Mai 2006 hatte die Berufungskommission unter Vorsitz der Professorin Margit Mayer schon bald ein paar Dutzend Bewerbungen gesichtet. Das neunköpfige Gremium lud sechs Favoriten zur öffentlichen Anhörung, siebte noch einmal, holte zwei externe Gutachten über die drei Top-Kandidaten ein und übergab dann die obligatorische Empfehlungsliste an den Fachbereichsrat der Politik- und Sozialwissenschaften. Mitte Januar stand für alle Beteiligten fest: Am besten qualifiziert für die Juniorprofessur ist Albert Scharenberg.

"Dann passierte erst mal nichts", erinnert sich ein Mitglied des Berufungszirkels, "irritierend" sei das gewesen, schließlich war doch Eile geboten. Doch erst am 7. Mai, fast vier Monate nach Übermittlung der Liste, ging bei der Dekanin des Fachbereichs ein Schreiben ein. Das Präsidium nahm Stellung zum Berufungsverfahren - und zwar vernichtend: Man habe beschlossen, heißt es in dem vom Ersten Vizepräsidenten Klaus W. Hempfer unterzeichneten Brief, die Kandidatenliste nicht an den Wissenschaftssenator weiterzuleiten. Stattdessen empfehle man eine Neuausschreibung der Juniorprofessur.

Offizielle Begründung: Der Erstplatzierte, also Scharenberg, sei "im Hinblick auf sein Lebensalter (42 Jahre) in keiner Weise ausreichend wissenschaftlich qualifiziert, um auf Exzellenzniveau in einem Bereich mitzuarbeiten, der als bisher einziger im Exzellenzwettbewerb erfolgreich war". Die FU Berlin hatte jüngst bei der Exzellenzinitiative den Zuschlag für die Förderung der "Graduate School of North American Studies" am JFK-Institut bekommen und ist auch im Eliteuni-Finale der zweiten Runde. (mehr...)

Ein FU-Eigengewächs - aber nicht qualifiziert

Dabei ist aus der Kommission zu hören, unter den Bewerbern sei "niemand auch nur annähernd so geeignet gewesen", der Kandidat "sozial hoch kompetent" und "anerkannt". Der Kasseler Politikwissenschaftler Christoph Scherrer stellte als externer Gutachter fest, dass der Favorit "voll dem Ausschreibungsprofil der Professur" entspreche.

Seine akademischen Abschlüsse machte Scharenberg ausschließlich an der FU - mit Bestnoten. "Kaum jemand ist so sehr ein Produkt der FU wie ich", sagt er von sich selbst. "Absurd" findet es ein Mitglied der Berufungskommission, "dass die eigenen Leute nun nichts wert sein sollen".

Das Alter: Scharenberg ist heute 42. Das klingt kaum nach Juniorprofessur, in der Tat. Der Karriereschritt war vor fünf Jahren eingeführt worden, um den wissenschaftlichen Nachwuchs Anfang und Mitte 30 früher selbständig forschen zu lassen und an eine reguläre Professur heranzuführen. Auch die beiden externen Gutachter wiesen im Bewerbungsverfahren auf das fortgeschrittene Alter hin - nicht nur Scharenbergs, sondern aller drei Bewerber der letzten Runde.

Scherrer äußerte jedoch "angesichts der raren wissenschaftlichen Assistentenstellen, insbesondere in seinem Spezialisierungsgebiet" ausdrücklich Verständnis für "die ressourciell bedingte Verzögerung" der akademischen Karriere Scharenbergs. Zudem dürfte dieser "schon bald" für den nächsten Karriereschritt qualifiziert sein und bedürfe keiner Einarbeitungszeit am JFK-Institut. "Albert Scharenberg würde sicher sehr schnell ordentlich habilitieren", ist auch aus der Berufungskommission zu hören.

Zudem war die FU bei anderen Juniorprofessuren weniger kleinlich: Im gleichen Fachbereich finden sich Wissenschaftler über 40 auf entsprechenden Posten, auch in den Erziehungswissenschaften lehrt eine Juniorprofessorin mit Jahrgang 1964.

 


ZUM THEMA AUF SPIEGEL ONLINE

 

Donnerstag, 4. Januar 2007

Fernseh-Tipp und eigene Zusätze:

(Genau in 20 Stunden ist es soweit)

Ein Fall für Escher | MDR FERNSEHEN | 04.01.07
Alte und dauerhaft erwerbsgeminderte Menschen erhalten in Deutschland eine Grundsicherung, um ihr so genanntes soziokulturelles Existenzminimum decken zu können. mehr

Hier gelangen Sie ab 21:00 Uhr direkt zum Chat

Ein Fall für Escher: Grundsicherung - Welche Hilfe bedürftigen Menschen zusteht


Alte und dauerhaft erwerbsgeminderte Menschen erhalten in Deutschland (Bundesrepublik Deutschland)eine Grundsicherung, um ihr so genanntes soziokulturelles Existenzminimum decken zu können. Doch wer ist nun eigentlich konkret berechtigt, solche Leistungen zu beziehen? Muss ein Antrag gestellt werden und beim wem? Alle Ihre Fragen können Sie wie immer nach der Sendung in unserem Chat stellen.

Der Chat beginnt um 21 Uhr und läuft eine Stunde. Als Experten begrüßen wir:

  • Rechtsanwältin Karin Bochmann aus Berlin und
  • Birgit Maria Eilers von der Gesellschaft für Arbeits- und Sozialrecht in Berlin.

Grundsicherung // Grundsicherung für Arbeitsuchende ...
Bundesrepublik Deutschland //

Spenden statt Schenken

Setzen Sie ein Zeichen der Solidarität mit bedürftigen Menschen und bitten Sie Ihre Gäste, auf Blumengeschenke zugunsten von Spenden für den GEMEINSAM GEGEN ...
www.gemeinsam-gegen-kaelte.de/spensch.htm

Zukunft für Menschen e.V.

Sonntag, 25. Juni 2006

Lese- und Diskussionstoff für Alle: Volltreffer unter www.egbert-scheunemann.de ?

http://fuerundwider.twoday.net/stories/2232994/

Bitte:
"Lese- und Diskussionstoff für Alle!" zur Meinungsabgabe verwenden (per 25.06.2006 bzw. 28.05. auf verlinkter Seite!

Danke: A.


mesan - 7. Jun, 17:55

Hier ein "Anhang", um mit bestimmten Fakten und einigen politisch unverantwortlich Handelnden abzurechnen!

ACHTUNG:  Über eine Frau, die so ziemlich alles sich heraus nahm, was man machen mußte, um ihr Gegner zu werden!
http://wegas.twoday.net/stories/2126051/#comments

Dadurch wird diese Erscheinung, wie sie mit der BULSA geplant ist verständlich - stellt das doch die Ursache dar!

Oder:

Zur Chronologie in Sachsen-Anhalt: einem Polit-Desaster:
Zur Betreffzeilen-Aussage:
Frau Rente ist nicht legitim in der so genannten Steuerungsgruppe!

(in der Suche eingeben, wer mehr wissen will oder 0177-381-16-16 - BITTE:
 nur in dringenden Verabredungsfällen
die Handy-Nr. verwenden.

Ansonsten steht "rund um Uhr" bereit, weil zur Verfügung: wahlalternative@ostmail.de )

Weiterer Hinweis:

Es entsteht in "12 APOSTEL" die noch unbestimmte Seiteanzahl  "Rentes Spuren - Rentes Folgen".

In "Kooperation":

http://fuerundwider.twoday.net/stories/2232994/
bzw.
http://fuerundwider.twoday.net

Montag, 5. Juni 2006

3 Kritiken am "Gründungsaufruf für eine neue Linke"

http://zurueckunddannvor.twoday.net/stories/2119994/

Zum Stichwort "Arbeit"

Stellenangebote

Missbrauch bei Arbeitslosengeld?

Sechs Prozent der Hartz-IV-Betroffenen beziehen nach einer Telefonumfrage der Bundesagentur für Arbeit (BA) zu Unrecht Arbeitslosengeld II. mehr

Bundeswirtschaftsminister Glos

Koalition setzt weiter auf Lehrstellen-Appelle

Ende Mai und damit vier Monate vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres waren bei den Arbeitsagenturen noch 354 000 Jugendliche als unvermittelt gemeldet. mehr

Pofalla

Pofalla will Lohnnebenkosten noch weiter senken

Der CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla hat sich für eine noch stärkere Senkung der Lohnnebenkosten ausgesprochen. mehr

ALG-II-Hinweisschild

Koalition verschärft Hartz IV Sanktionen

Vor der am Donnerstag geplanten Verabschiedung des Hartz-IV-Korrekturgesetzes im Bundestag hat die Koalition die geplanten Sanktionsmöglichkeiten bei der wiederholten Ablehnung angebotener Jobs verschärft. mehr

Hartz IV

Langzeitarbeitslosen drohen schärfere Sanktionen

Der Weg für verschärfte Sanktionen gegen arbeitsunwillige Langzeitarbeitslose ist frei. mehr

Union und SPD streiten weiter über Revision bei Hartz IV

Die Bundesregierung will die ausufernden Kosten für die Arbeitsmarktreform Hartz IV wesentlich stärker eindämmen als bisher bekannt. mehr

Verdi-Basis billigt Abschluss

Die Basis der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat die Tarifeinigung für den öffentlichen Dienst der Länder gebilligt. mehr

Koalition streitet über Änderungen an Hartz IV

Trotz der Grundsatzeinigung, dass die Hartz-IV-Reform überprüft werden soll, dauert in der großen Koalition der Streit um das Arbeitslosengeld II an. mehr

Weiteres Sparpaket für Hartz IV

Die Union hat kurz vor dem Treffen der Koalitionsspitzen an diesem Sonntag in Berlin ihre Kritik an den Arbeitsmarktreformen verschärft. mehr

Müntefering verärgert über Lehrstellen-Lücke

Bundesarbeitsminister Franz Müntefering (SPD) hat angesichts der größer gewordenen Lehrstellen-Lücke die Wirtschaft zum Handeln aufgefordert. mehr

Union fordert Spargesetz wegen Hartz-IV-Kosten

In der Debatte über eine Kostenexplosion bei der Arbeitsmarktreform Hartz IV haben Finanzpolitiker der Union von der Regierung noch vor der Sommerpause die Vorlage eines Spargesetzes gefordert. mehr

Streit um Kosten beim ALG II spitzt sich zu

Während die SPD angesichts der Kosten darauf drängte, die Themen Mindestlöhne und Kombilöhne anzupacken, kündigte die Union eine Überprüfung der gesamten Hartz-IV-Reformen an. mehr

Union will bei Hartz IV weiter kürzen

Die Union dringt angesichts drohender Milliarden-Mehrausgaben und Kritik des Bundesrechnungshofs auf weitere Einsparungen bei der Arbeitsmarktreform Hartz IV. mehr

Köhler kritisiert indirekt Steuerpolitik der Koalition

HIn einer Rede auf dem DGB-Bundeskongress in Berlin fordert Bundespräsident Köhler, mit Hilfe der beschlossenen Steuererhöhungen die Lohnnebenkosten zu senken. mehr

Struck: Hartz IV nur für wirklich Bedürftige zahlen

Wegen der wachsenden Zahl der Empfänger des Arbeitslosengeldes II muss die Bundesregierung nach Ansicht von SPD-Fraktionschef Peter Struck Leistungen weiter kürzen. mehr

Struck: Hartz IV nur für wirklich Bedürftige zahlen

Wegen der wachsenden Zahl der Empfänger des Arbeitslosengeldes II muss die Bundesregierung nach Ansicht von SPD-Fraktionschef Peter Struck Leistungen weiter kürzen. mehr

Freitag, 2. Juni 2006

Aufpassen!

01.06.06

EILMELDUNG: "Freiwillige" Arbeitslosenversicherung fuer Selbstaendige wird massiv eingeschraenkt

(ueberbrueckungsgeld.de) Seit 1. Februar diesen Jahres gibt es für Selbständige die Möglichkeit, sich freiwillig gegen Arbeitslosigkeit zu versichern. Am heutigen Donnerstag, nur vier Monate nach Einführung, will die Regierungskoalition ihr eigenes Gesetz schon wieder reformieren – und zwar im Schnellverfahren, völlig überraschend für die Öffentlichkeit. Der zuständige Ausschuss für Arbeit und Soziales hat die entsprechenden Passagen offenbar erst in letzter Minute in das Gesetz hineingeschrieben, was zum Auszug der Fraktion Die Linken aus dem Ausschuss führte.


Wie N24 meldet sehen die Pläne vor, dass sich nur noch jene Selbständigen freiwillig versichern können, die ihre Tätigkeit nach dem 1. Januar 2004 aufgenommen haben. Der entsprechende Gesetzentwurf soll am Donnerstag in dritter Lesung vom Parlament verabschiedet werden und ist im so genannten Fortentwicklungsgesetz zu den Hartz IV genannten Arbeitsmarktreformen enthalten, das auch die Nachfolge von Ich-AG und Überbrückungsgeld regelt.

Wie der Sender weiter berichtet hätte ein entsprechender Beschluss durch den Bundestag zur Folge, dass Antragsteller ihren Antrag noch vor der dritten Lesung im Bundestag (die am Donnerstag, 1.6. stattfindet) bei der Arbeitsagentur abgegeben haben müssen. Das Gesetz soll nämlich rückwirkend, am Tag vor der letzten Lesung in Kraft treten. Die Gesetzesänderungen sind aber erst in der Nacht zum Donnerstag bekannt geworden, so dass eine Reaktion demnach nicht möglich erscheint.

In der Vergangenheit hat es heftige Kritik an der "freiwilligen Arbeitslosenversicherung" gegeben. ueberbrueckungsgeld.de hatte bereits im Februar 2006 auf die erheblichen Missbrauchsgefahren hingewiesen, die dazu führen, dass "normale" Beitragszahler mittelfristig mit einer starken Erhöung der Beiträge rechnen müssen. Wir hatten auch benannt, welche Gruppen in besonderem Maß von der neuen Gründungsförderung profitieren werden bzw. wo die Mißbrauchsgefahr am größten ist (http://www.ueberbrueckungsgeld.de/blog/sozialversicherung/index.shtml).

Am 17. Mai hatte dann das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) festgestellt, die freiwillige Arbeitslosenversicherung bringe "ein ökonomisch nicht zu rechtfertigendes Missverhältnis zwischen geringen Beiträgen und großzügigen Leistungen mit sich". Extrembeispiel der Wirtschaftsforscher: Ein Selbständiger könne freiwillig zwölf Monate in die Arbeitslosenversicherung einzahlen, so einen Arbeitslosengeld I-Anspruch erwerben und sich dann auf Kosten der Arbeitsagentur einen sechsmonatigen Urlaub gönnen. Dass der Arbeitslose in dieser Zeit eigentlich der Arbeitsagentur zur Vermittlung zur Verfügung stehen muss "dürfte in der Praxis kein großes Hindernis darstellen", schrieb das IW.


Wer ist betroffen?

Betroffen sind Selbständige, die vor dem 1.1.2004 gegründet haben. Eigentlich sollten Sie noch bis 31.12.2006 Zeit haben, sich für die freiwillige Versicherung zu entscheiden. Jetzt ist es wohl zu spät.

Existenzgründer, die sich ab dem 1.1.2004 selbständig gemacht haben, hätten demnach weiter die Möglichkeit freiwillig in der Arbeitslosenversicherung Pflichtmitglied zu werden.

Insbesondere können auch alle Gründer, die ab der zweiten Jahreshälfte 2006 mithilfe des neuen Gründungszuschusses gründen, sich weiterhin freiwillig arbeitslosenversichern. Für diese Gruppe ist die freiwillige Arbeitslosenversicherung deshalb interessant, weil der bei Gründung bestehende Arbeitslosengeld I-Anspruch mit der Gründungsförderung verrechnet wird. Eine Absicherung gegen ein Scheitern also nur durch den Aufbau eines neuen Anspruchs möglich ist (vgl. http://www.ueberbrueckungsgeld.de/blog/2006/05/verrechnung_von.shtml#more).


Unsere Meinung

Ob die geplante massive Einschränkung wirksam Mißbrauch verhindern wird, darf bezweifelt werden. Um eine Umgehung der Regelung zum Beispiel durch eine zeitweise Abmeldung der Selbständigkeit zu verhindern, wird der bürokratische Aufwand bei der Prüfung der Aufnahme noch weiter zunehmen. Der Zugang zur freiwilligen Arbeitslosenversicherung wird künftig noch willkürlicher geregelt sein, als dies ohnehin schon der Fall ist. Auch wenn viele unserer Leser sicherlich von einer Mitgliedschaft profitieren können - aus unserer Sicht ist die freiwillige Arbeitslosenversicherung auf Dauer nicht haltbar, da nicht systemkonform. Früher oder später wird man sie entweder ganz abschaffen (das Gesetz ist ohnehin zeitlich befristet) oder möglichst viele Selbständige zur Mitgliedschaft zwingen – wir haben ja bereits mehrfach hiervor gewarnt. (Eine entsprechende Diskussion findet übrigens gerade in Österreich statt, wo die DGB-Schwesterorganisation ÖGB auch die Einführung der Arbeitslosenversicherung für Selbständige fordert.)


Verfasst von Andreas Lutz am 01.06.06 01:45 Uhr - gelesen ... und sofort hieher kopiert! mesan

Donnerstag, 1. Juni 2006

Zweiteilig - hinter den Kulissen des Bundestages geschaut:

Petitionsausschuss -

Öffentliche Petitionen

e-Petitioner
Hinweise Übersicht über Öffentliche Petitionen Petitionsausschuss

Klicken Sie eines der Themen in der Tabelle an, um eine Petition einzusehen.

Thema:

Hauptpetent:

Mitzeichnung bis:

Stand des Verfahrens:

Deutscher Bundestag 16. Wahlperiode

Deutscher Bundestag: Plattform im Internet für Bürger und Abgeordnete

Stephanie Adler

7. Juli 2006

in der Mitzeichnung

Umsatzsteuer: Änderung des Mehrwertsteuersystems

Hans Trautmann

5. Juli 2006

in der Mitzeichnung

Steuerpolitik: Rücknahme von Steuererhöhungen

Jörg Schneider

4. Juli 2006

in der Mitzeichnung

Erziehungsgeld/Elterngeld: Stichtagsregelung für die Einführung des Elterngeldes

Matthias Schanderl

29. Juni 2006

in der Mitzeichnung

Reformvorschläge in der Sozialversicherung: Anhebung der Krankenkassenversicherungsbeiträge

Michael Weinmann

28. Juni 2006

in der Mitzeichnung

Tierhaltung: Verbot der Käfighaltung von Legehennen

PROVIEH e. V. von Sandra Gulla

28. Juni 2006

in der Mitzeichnung

Kraftfahrzeugtechnik: Drosselung der Geschwindigkeit von Zweirädern

Martin Bergau

13. Juli 2006

in der Mitzeichnung

Personalrecht des öffentlichen Dienstes: Beseitigung der Altersdiskriminierung

Jörg Jäger

26. Juni 2006

in der Mitzeichnung

Kreditwesen: Vergabepraxis von öffentlichen Fördermitteln und Krediten an Unternehmen

Thomas Kurzer

28. Juni 2006

in der Mitzeichnung

Arbeitslosengeld II: Erhöhung des Schonvermögens zur Alterssicherung

Günter Hiller

26. Juni 2006

in der Mitzeichnung

Betreuungsrecht: Rechtsmittel gegen richterliche Entscheidungen

Christiane Pontow

19. Juni 2006

in der Mitzeichnung

Volksabstimmung: ""Dreistufige Volksgesetzgebung""

Initiative "Wir sind Deutschland" , vertreten d. W. Heidt, G. Meister

9. Juli 2006

in der Mitzeichnung

Wahlrecht: Bürger unter 18 Jahren

Ernst Stößel

16. Juni 2006

in der Mitzeichnung

Arbeitslosengeld II: Regelung der Angemessenheit von Wohnraum

Karin Seilheimer-Sersal

16. Juni 2006

in der Mitzeichnung

Eigenleistungen: Befreiung von Zuzahlungen im Gesundheitswesen

Norbert Raps

16. Juni 2006

in der Mitzeichnung

Liegenschaften des Bundes: Verkehrssicherungspflicht für Bauten der Vergangenheit

Walter Stutterich

16. Juni 2006

in der Mitzeichnung

Verhaltensregeln der Mitglieder des Deutschen Bundestages: Verbot von Nebentätigkeiten

Hermann Illgen

16. Juni 2006

in der Mitzeichnung

Straßenverkehrsrecht: Rauchverbot in Kraftfahrzeugen

Peter Kratzer

26. Juni 2006

in der Mitzeichnung

Finanzierung der gesetzlichen Rentenversicherung: Abschaffung der Beitragsbemessungsgrenze

Uwe Kiehne

15. Juni 2006

in der Mitzeichnung

Förderung der beruflichen Weiterbildung/Praktikum: Hochschulabsolventen

Désirée Grebel

14. Juni 2006

in der Mitzeichnung

Arbeitslosengeld II: Festsetzung der Obergrenze für Wohnraum

Jutta Walther

14. Juni 2006

in der Mitzeichnung

Arbeitslosengeld II: Freibeträge bei Erwerbstätigkeit

Anette Ruschin

14. Juni 2006

in der Mitzeichnung

Arbeitslosengeld II: Kindergeld und Unterhaltszahlungen für Kinder

Matthias Schulz

14. Juni 2006

in der Mitzeichnung

Ärzte: Erlass eines Patientenschutzgesetzes

Michael Wessel

14. Juni 2006

in der Mitzeichnung

Tierversuche: Einführung der Genehmigungspflicht

Christina Kremer

14. Juni 2006

in der Mitzeichnung

Grundsteuer: Ergänzung des Grundsteuergesetzes

Werner Mukelka

14. Juni 2006

in der Mitzeichnung

Flaggen: Missbrauch der deutschen Reichsflagge (Schwarz-Weiß-Rot)

Steffen Lynch

12. Juli 2006

in der Mitzeichnung

Arbeitslosengeld II: Anrechnungsfreier Vermögensfreibetrag

Jürgen Kluth

26. Juni 2006

in der Mitzeichnung

Arbeitslosengeld II: Angleichung bei Erhöhung der Mehrwertsteuer

Günter Göppel

26. Juni 2006

in der Mitzeichnung

Verbraucherschutz: Jod in Lebensmitteln

Sabine Kehling

13. Juni 2006

in der Mitzeichnung

Tierversuche: Erfassung in einer zentralen Datenbank

Astrid Reinke

13. Juni 2006

in der Mitzeichnung

Arbeitsmarktpolitik: Verkürzung der Lebensarbeitszeit

Joachim Bellmann

13. Juni 2006

in der Mitzeichnung

Hilfe für Behinderte: Zugang zu öffentlichen Einrichtungen

Erika Runge

13. Juni 2006

in der Mitzeichnung

Tierschutz: Stopfleber von Gänsen und Enten

Christina Kremer

30. Mai 2006

in der parlamentarischen Prüfung

Reformvorschläge in der Sozialversicherung: Finanzierung der Sozialversicherung

Dr. Michael Wilhelm

19. Juni 2006

in der Mitzeichnung

Tierschutz: Verbot des Imports von Robbenfellen

Michael Hartl

30. Mai 2006

in der parlamentarischen Prüfung

Tierschutz: Tiere sollen keine Spenden erbetteln

Senta Schuckert

30. Mai 2006

in der parlamentarischen Prüfung

Reformvorschläge zur Sozialversicherung: Alle Erwerbstätigen verstärken unser Rentensystem

Dietmar Anzer

30. Mai 2006

in der parlamentarischen Prüfung

Steuerrecht: Erhöhung des Spitzensteuersatzes

Bernhard Petri

31. Mai 2006

in der parlamentarischen Prüfung

Vermögensteuer: Wiedereinführung

Sonja Reinacher

31. Mai 2006

in der parlamentarischen Prüfung

Bundesstraße: Keine Verlängerung der B 74 in Bremen

Vereinigung zur Förderung des Petitionsrechts in der Demokratie e. V. Reinhard Bockhofer

31. Mai 2006

in der parlamentarischen Prüfung

Reisekosten für Beamte: Dienstfahrten mit dem privaten Fahrrad

Tilman Kluge

13. Juni 2006

in der Mitzeichnung

Heilhilfsberufe: Befugnisse des Rettungsassistenten in Notfällen

Eyk Twelkemeier

30. Mai 2006

in der parlamentarischen Prüfung

Versorgung der Beamten: Einkünfte i.S.d. Erwerbseinkommens

Gabriele Andrae

10. Mai 2006

in der parlamentarischen Prüfung

Regelungen zur Altersrente: Rentenanspruch für Frauen nach 40 Jahren Berufstätigkeit

Gisela Brecht

13. Juni 2006

in der Mitzeichnung

Tierhaltung: Mindestanforderungen für den Schutz von Schweinen

Bernhard Bonekamp

10. Mai 2006

in der parlamentarischen Prüfung

Zwangsimpfung gegen die Vogelgrippe
- Diskussionsforum geschlossen!

Hans-Peter Thietz

24. Mai 2006

in der parlamentarischen Prüfung

Sozialversicherung: Vorgesehene Beendigung der begrenzten Sozialversicherungsbeitragsfreiheit

Thomas Haasmann

17. Mai 2006

in der parlamentarischen Prüfung

Ärzte: Übertragung der Aufgaben des Medizinischen Dienstes auf niedergelassene Ärzte

Sigrid Christel Jupke

17. Mai 2006

in der parlamentarischen Prüfung

Rechtsstellung der Beamten: Ges. KV für Beamte u. Selbständige, ges. RV für Beamte

Renate Rother

6. Juni 2006

in der Mitzeichnung

Führerscheinwesen: Sanktionen nur bei tatsächlichen Verfehlungen

Günther Stolz

26. Mai 2006

in der parlamentarischen Prüfung

Tierschutzgerechtes Töten: Pflege von Brauchtum oder Tradition

Christina Kremer

9. Mai 2006

in der parlamentarischen Prüfung

Tierschutzgerechtes Töten von Schalentieren

Kai Herlemann

9. Mai 2006

in der parlamentarischen Prüfung

Ausländerrecht: ID-Card für ausländische Mitbürger/innen

Stefan Scheid

31. Mai 2006

in der parlamentarischen Prüfung

Arbeitslosengeld II: Kredite und Versicherung

Ralf Paul

30. April 2006

in der parlamentarischen Prüfung

Tierschutz: Verbot, Haustiere abzuschießen

Gerd Straeten

30. April 2006

in der parlamentarischen Prüfung

Nichtraucherschutz

Yves Böning

26. April 2006

in der parlamentarischen Prüfung

Sozialgerichtsbarkeit

Klaus-Jürgen Wolf

16. Mai 2006

in der parlamentarischen Prüfung

Arbeitslosengeld II: Erhöhung des Regelsatzes

Ralf Paul

25. April 2006

in der parlamentarischen Prüfung

Arbeitslosengeld II: Unterhaltspflicht von Stiefeltern

Petra Jablonka (siehe unter 2. Teil = dort ohne Kästen weiter. Bearbeitungsstände bitte j e w e i l s gesondert nachsehen.)

Dienstag, 30. Mai 2006

Da fehlte noch!




THEMA DES TAGES
Streit um Nachbesserungen
Die Bundesregierung will die Kosten
für die Arbeitsmarktreform

Hartz IV


wesentlich stärker eindämmen
als bisher bekannt. Allerdings gibt es
erheblichen Streit zwischen Union und SPD über den Umfang
der im Herbst geplanten Revision... Mehr Info

Freitag, 26. Mai 2006

Auch das noch:


News | Leute | WM 2006

Schlüssel fürs Schlüsselloch

(Einzahl und Mehrzahl)

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Viel Spaß beim Surfen! ( Viel Spaß und lange Verweil-Dauer hier ...)

Hier eine WIEDERHOLUNG:

mit dem
i n h a l t s-

r e i c h e n
Zusatz

(Vorstehendes
ist anklickbar
- wie u. a.

die
überaus
wichtige:
Einleitung ,
... 11 Monate
später ...
eine
orientierende,
aber zeitlich
auch mal
von der
"11"
abweichende
Situations-
und Zeit-
Fest-
schreibung
und der
Aufklärung:
Warum?

Das
Zeichen

(ADU)

soll
Aufmerk-

samkeit
erwecken

und Sinne

-> schärfen!

( VIEL IST

AUCH IM


"TRANS-

PARENTEN"
-
in den
Freiflächen

verborgen

- UNTER-

SETZT
ODER / UND
ZUMINDEST 

VERLINKT

- Zu den
aufge-
kommenden
und nahe-
liegenden
Fragen
gibt es
mögliche
Antworten
oder / und
Fakten
unter:
ALLERHAND
ABC-Auswahl
-Quellen
(eine
erste
kleinere
Auswahl)



Warum:
Dieses
 NEWS-

 A B C-
QUERBEET

mit seinem
obligatorischen und

erweiterten
Haftungs-
ausschluss
- siehe auch
entsprechend
im Forum
:
PRO
UND KONTRA
... ggf.
KLARTEXT... HILFE ...

weil es
Andere
"Platt-
formen"
nicht mehr
gibt!
)


Eine
andere
scheint
aber im
Kommen...
Hallo
"WILLKOMMEN"
 in (m)einer
kleinen Welt!

Ich möchte
mit diesen
Seiten
k e i n e n
Designpreis
gewinnen,
sondern
Informationen -
manchmal
gar
NEWS

Die Themen
des Tages in Bildern
vermitteln,
z. B.

"
Die aktuelle
Uhrzeit
zur Stunde":


- die Uhrzeit

stimmt haargenau

nach

Mitteleuropäische Zeit.(MEZ) ... ansonsten
wurde
und
soll

Humanes!?

erzeugt,

A-B-C ...

oder /
und

vermittelt
werden:

dabei
überwiegend
für Aktualitäten
- in ausgewählten
Bereichen
- gesorgt
sein!

Ich hoffe,
dass
mir der

EINSTIEG

gelungen
ist
und
es
IHNEN
/
EUCH
gefällt.

(Bitte
schreibt
mir Eure
Meinung
in mein
Gästebuch.)!
    ... auch
    wiederholend

... Hallo

"WILLKOMMEN"
in (m)einer kleinen Welt!

P. S.:
Das war
einmal

der Anfang
vor Jahren. Online.
Bescheiden.
So war er beschrieben
und


gekennzeichnet:


Besucher: 23833 Heute: 109 Online: 11
(Im ARCHIV ist die Zahl von über 100.000 Aufrufen belegt, wie hier im Stand 07 in 2006 ...) des angeschlossenen FORUM
PRO UND KONTRA ... ggf. KLARTEXT... HILFE ...
andere

Weblogs

Foren

... Nicht das letzte Überbleibsel aus
"redaktionellen Online-Zeiten"!
Allerdings
funktioniert
das hier
verlinkte
Angebot
nicht mehr.
 Dazu die
NETSCAPE
-Einstellung
(Siehe auch
ersten Kasten
 - oberhalb -
oder bis ...
5 also 4 w e i t e r e n
Website mit
runden 200 Unterseiten;
eigentlich mehr
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Dann kam es zur kleine A- B- C- Demonstration, d. h. einem entsprechenden "Auftritt"

Eine große A - B - C - Stütze ist, mit Sympathie behaftet, weil es auch schon Einiges an kritischen Momente durchzumachen hatte:


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RÜCKBLICK: Das soziale Klima wird sich verschärfen Statistisches. ..
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Einfach mal lesen und...
http://istmesaneinmuckrake r1a.twoday.net/stories/183 0476/
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Till Müller-Heidelberg/ Ulrich Finckh/ Rolf Gössner u.a. (Hg.):

Grundrechte-Report 2006
Zur Lage der Bürger- und Menschenrechte in Deutschland

Was wusste die Bundesregierung von den CIA-Verschleppungen über deutschem Boden? Haben deutsche Beamte erfolterte Aussagen bewusst genutzt?


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Eben sind Landes-und Bundesverfassungsschutzbericht für die Bundesrepublik erschienen. Diese Schützer bedrohen freilich öfter... Was sie verteidigen, ist nicht die Summe der Rechte jeder einzelnen Person, sondern ein Konstrukt namens FDGO = Freiheitlich demokratische Grundordnung. Sie hat die Eigenheit, dass sie - nach Meinung der Schützer - vor allem dadurch verletzt wird, dass man ein Grundrecht besonders exzessiv in Anspruch nimmt - zum Beispiel das auf Demonstration oder das auf Meinungsfreiheit. Gerade das selbstsüchtige Herumtrampeln auf dem eigenen Recht erschüttert den gebohnerten Boden der Verfassung besonders.

Ganz anders der Grundrechtereport. Er geht einfach den einzelnen Rechten nach, wie sie im Grundgesetz aufgezählt sind. Und seine Blickrichtung verläuft genau umgekehrt: sieht der Verfassungschutz den Menschen an sich in seinen Wünschen und Tätigkeiten als Störer unseres aufgeräumten Hauses Deutschland an, melden die Autoren des Grundrechtereports penibel, mit welchen Maßnahmen Gerichte, Polizei, Dienste,Gesetzgeber das kaputtmachen, was sie angeblich schützen wollen.

Der Grundrechtereport erscheint jetzt zum zehnten Mal - und wird herausgegeben u.a. von Mitgliedern der Humanistischen Union, der Gustav-Heinemann-Initiative, Pro Asyl, der Vereinigung Demokratischer Juristinnen und Juristen, der Internationalen Liga für Menschenrechte im Geiste von Carl von Ossietzky. Viele der hier angezeigten Verletzungen der Grundrechte werden den Lesern von stattweb und STATTZEITUNG bekannt vorkommen. Es frischt das Gedächtnis auf, in dem schmalen Taschenbuch versammelt zu sehen, worüber wir uns ein Jahr lang geärgert haben. Weniger verwundert! Gewohnheit gerbt Herzwand. Hauptsache, die Ärgernisse sind hier festgehalten- zur Wiedervorlage hoffentlich noch vor dem Jüngsten Gericht.

Einprägsam etwa der letzte Fall - ein Angriff auf Artikel 104 - ”die Freiheit der Person kann nur aufgrund eines Gesetzes eingeschränkt werden.” Tatort: die Hamburger Ausländerbehörde. Über den Bildschirm der Beamten flackert verheißungsvoll: “Wir buchen, sie fluchen-mit freundlicher Unterstützung des Reisebüros Never-Come-Back-Airlines.”. Der umdunkelte Humor dieser Behörde bewährt sich an einem potentiellen Schübling aus Guinea. Bedenklich betritt er den elektronisch gesicherten Büroraum, weist auf das noch laufende Verfahren hin, in welchem er vor Gericht Abschiebe-Aufschub begehrte- und wird gerade deshalb einen Stock höher geschickt: In eine Zelle des Landeskriminalamts, das -sehr praktisch- im selben Gebäude untergebracht ist. Von dort soll es -nach dem Willen des Sachbearbeiters - in den Abschiebeknast gehen. Dann weiter nach Guinea.

Nur,dass Amadou Biallo von einem Rechtsanwalt begleitet war. Und dem fiel an dem Vorgang etwas auf, was wir als fleißige Krimi-Gucker vielleicht schon vergessen haben. Da fehlt doch etwas : Der richterliche Strafbefehl. Die Ausländerbehörde nahm treuherzig an, sie gelte als Polizei. Und die dürfe doch festnehmen ”bei Gefahr im Verzug”- und “zur Verhinderung einer Straftat”. Die Straftat wäre dann das gesetzwidrige Verweilen im Gebiet der BRD.

Das Hamburger Polizeirecht scheint schlotterig zugeschnitten und erlaubt das alles. Nur -dass es ein spezielles Recht der Ausländerbehörde gibt, und wo besondere rechtliche Regelungen erlassen sind, kann nicht nonchalant auf die weitere- also die für die Polzei gültige - zurückgegriffen werden. - Also kam der abzuschiebende vorläufig frei.

Triumph des Rechts? Ja, eine Viertelstunde lang. Im letzten Satz berichtet Rolf Steinke von einer geplanten Justizreform in Hamburg. sie sieht eine “ausdrückliche Ermächtigung der Behörden zur vorläufigen Festnahme von Ausländern zwecks Sicherung der Abschiebehaft vor”- und das ohne richterliche vorherige Anordnung.

Der Gesetzgeber dichtet seine Behörden ab gegen vorlaute Richter. Bei Redaktionsschluss des Buchs war darüber noch nicht entschieden. Darin zeigt sich die Struktur sehr vieler Fälle des Buches. Die oberen Gerichte entscheiden oft liberaler als die unteren, diese wieder öfter gegen Polizeimaßnahmen. Polizei greift am häufigsten schöpferisch zu. Das Verfassungsgericht klopft immer mal wieder den Schilys und Becksteins und ihren Parlamenten auf die Finger, die gerade an Fallen und Fesseln gegen Einzelmenschen basteln. Wie ist das möglich? Sollte wirklich der Satz gelten: Lass nur die Gesetze walten, und du wirst dein Recht erhalten? Bessere, freiheitsdurstigere Menschen können die Richter der oberen Ränge wohl kaum sein, vor allem, weil sie normalerweise ja aus den unteren Gerichten hervorgehen, deren Praxis also jahrelang mitgetragen haben müssen.

Des Rätsels Lösung liegt wohl darin, dass die obersten Gerichte den Gesamtzusammenhang der Rechtsregulierung im Auge behalten müssen. Sie können nicht nur einem einzelnen Schulamt zuliebe oder der Polizeibehörde in Lüneburg die logische Konsistenz des Ganzen gefährden. Davon profitiert sehr oft der Wurm unten, an dem Polizei und Unterbehörden schon gnadenlos ziehen und zerren.

Ein weiteres Streitgebiet der Gerichte- und darauf geht das Buch ausführlich ein- sind innen- und außenpolitische Rücksichten der unabhängigen Richter, mehr noch solche des weisungsgebundenen Generalbundesanwalts. In diesem Licht schildert Paech, Völkerrechtler und MdB der Linkspartei, die Abweisung des Verlangens nach Schadensersatz der Angehörigen jener Verletzten und Getöteten bei der Brücke von Varvarin, die dem Luftangriff der NATO im Frühjahr 1999 zum Opfer fielen. Einzelpersonen haben demnach kein Klagerecht, nur Staaten untereinander. Ebenso lehnten alle angerufenen Gerichte die Verfolgung der Folterknechte von Abu Ghraib ab, wenn diese sich nach getaner Arbeit wieder in der BRD als GIs in Ramstein oder einem anderen amerikanischen Stützpunkt befinden. Begründung dieses Mal: die Gerichte der USA werden sicher die Taten und vor allem die Verantwortung der jeweiligen Vorgesetzten der Täter überprüfen. Zu solcher Begründung gehört Beharrlichkeit im Wegschauen. Aber- wie Larochefoucauld schon wusste: wir alle bringen genug Seelenstärke auf, die Leiden unseres Nächsten zu ertragen.

Der Kampf ums Recht kann immer nur Freischärlerkrieg sein, Guerillavorstoß. Die geringsten Widersprüche zwischen den Behörden ausnützen! Die notwendige Herstellung der Einheitlichkeit von Verwaltungsakten sich zu nutze machen! Den langen Atem behalten, um den Instanzenweg zu überstehen. Eckart Spoo in seinem Beitrag zur Überwachung der Zeitung “JUNGE WELT” zeigt einen wenig wahrgenommenen möglichen Trampelpfad von rechts nach links. Die rechtsgesinnte Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT hat beim Verfassungsgericht durchgeboxt, dass sie im Verfassungsschutzbericht nicht mehr genannt werden darf. Die Verfassungsrichter begründeten ihren Spruch so: die ”Pressefreiheit schütze vor Einflussnahme des Staates auf die mit Hilfe der Presse verbreiteten Informationen”. eine Veröffentlichung im Verfassungsschutzbericht sei eine “negativ belastende mittelbare Sanktion”.

Viele empörten sich damals und sahen im Urteil eine Begünstigung der Kameraden von rechts. Richtig, so Spoo, wäre es, ohne weiteren Gemütaufwand die notwendige Allgemeinheit des Spruchs auszunutzen und für sich ebenfalls Verschonung vor dem Bericht zu beanspruchen. Seine letzten Wochen in Freiheit verdankte Ossietzky einer von rechts und links gemeinsam durchgesetzten Amnestie gewisser politischer Meinungs-Delikte. Hätte Ossietzky sich in der Zelle festkrallen sollen, nur weil auch ein Goebbels davon profitierte?

Allgemeine Gerechtigkeit, was immer das wäre, kann der Rechtskampf nicht herstellen. Aber immerhin Marscherleichterungen, kurzfristige Verbesserung der Bedingungen des politischen Zusammenschlusses. Dafür enthält dieses kleine Buch die nützlichsten Tipps.

RezensentIn: Fritz Güde

Erschienen bei Fischer Taschenbuch Verlag 2006, 9,95 Euro. Sie können dieses Buch bei Amazon bestellen.


Bitte beachten Sie auch den folgenden Buchtipp:

Jean-Claude Paye:
Das Ende des Rechtsstaats
Demokratie im Ausnahmezustand

Eine fundierte Analyse jüngerer repressiver Entwicklungen auf einzelstaatlicher, europäischer, US-amerikanischer und internationaler Ebene



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[Seitenanfang]

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Hinweise zum Internetrecht und daraus ableitbaren Zusammenhängen Domainrecht Urheberrecht Onlineauktionen Datenschutz Strafrecht und, nicht zuletzt:Urteile (welche von hier aus nicht noch mehr werden sollen) ZU SCHWERPUNKT-PROBLEM-SITUATIONEN Subject:HARTZ IV im Donaukurier www.donaukurier.de ~~~~~~~~~~~~~~

Was wichtig sein kann!

Wie umgehen mit ungebetenem Hausbesuch vom Amt E-Mail
05.10.2006
sozialschnuefflerHausbesuche
… auch gegen ungebetene Hausbesuche, kann man sich wehren.

Aus gegebenen Anlass stellen wir nochmals wichtige Hinweise dazu zur Verfügung. Selbst dem SPIEGEL war es auf dem Höhepunkt der "Clement'chen Missbrauchsdebatte" wert, uns in seiner Ausgabe 43/2005 zu erwähnen. .." Mitarbeiter des Arbeitsamtes hegen den Verdacht auf Leistungsmissbrauch und haben sich zu einem Kontrollbesuch angemeldet? Nicht lange "rumfackeln“, rät das „Erwerbslosen Forum Deutschland“, eine stark frequentierte Ratgeberseite im Internet:

Erst einmal seien die Amtsleute „zu ihren Personalien zu befragen“ und auf die Strafgesetzbuchparagrafen zu „Hausfriedensbruch, Nötigung, falsche Verdächtigung“ hinzuweisen. Drohe der Behördenvertreter daraufhin mit Leistungskürzung, solle man schwerere Geschütze auffahren: „Dann wird sofort und dringend die Polizei gerufen“ und „Strafanzeige gegen jedes der Ämter persönlich erstattet“. Auch gegen lästige Kontrollanrufe kann man sich mit Hilfe aus dem Internet zur Wehr setzen. Das Erwerbslosenforum bietet fertige Anträge auf Löschung sämtlicher Telefonnummern und E-Mail-Adressen. Lediglich der eigene Name samt Kundennummer sowie die Adresse der zuständigen Arbeitsagentur sind noch per Hand einzutragen". ...(SPIEGEL 43/2005 S. 42).

Hausbesuche

… auch gegen ungebetene Hausbesuche, kann man sich wehren.

Für die Besuche – welche vom Amt durchgeführt werden - muss ein zu begründender Verdacht auf Leistungsmissbrauch vorliegen.

Die Ämter könnten zwar zum Hilfeempfänger kommen, jedoch nur nach vorheriger Terminabsprache bei Beantragungen von Sachleistungen - aber - wenn das Amt einfach so kommt, sofort ablehnen, um erneuten Termin bitten, mit dem Hinweis, dass man Beistände hinzuziehen will, was nach § 13 SGB X erlaubt ist und von den Ämtern geduldet werden müssen, oder den Einlass bzw. den Besuch von Beginn an ablehnen.

Wenn das Amt nach Termin kommt, sind in der Wohnung dann drei-vier sachkundige Personen mit anwesend, die die Ämter sofort zu ihren Personalien befragen (Name, Vorname, Dienststelle, Dienstrang) und diese notieren und dann dazu intensiv und ohne großes Rumgefackel befragen, welche belegbaren Verdachtsmomente sie gegen den/die Leistungsbezieherin haben und die sofortige (!) Vorlage dieser Belege an Ort und Stelle verlangen.

Stellt sich heraus - was sich meistens herausstellt - dass gar kein Verdacht vorliegt, weil eh keine Beweise dafür da sind und man also einfach mal so gucken (also schikanieren) wollte, ist das

- Hausfriedensbruch (§ 123 Strafgesetzbuch - StGB)
- Nötigung (§ 240 StGB)
- falsche Verdächtigung (§ 164 StGB

und wenn die Ämter dem/die Leistungsbezieherin gegenüber sogar damit gedroht haben, Leistungen einzustellen, wenn man sie nicht in die Wohnung / ins Haus ließe, dann kommt noch

- Bedrohung (§ 241 StGB) hinzu, mal von
- Rechtsbeugung im Amt (§ 339 StGB) bzw. Beihilfe (§ 27 StGB) dazu ganz abgesehen.

Dann wird sofort und dringend die Polizei gerufen wegen Hausfriedensbruchs (am Telefon nicht groß rumquatschen, sondern nur sagen, dass hier Hausfriedensbruch stattfindet und bitte (!) sofort jemand kommen soll), die Ämter werden von der Polizei der Wohnung/des Hauses verwiesen und es wird sofort Strafanzeige wegen Hausfriedensbruchs, falscher Verdächtigung, Nötigung, Bedrohung, Rechtsbeugung im Amt und ggf. Beihilfe dazu gegen jeden der Ämter persönlich erstattet.

Dies Procedere deshalb, damit das illegale Vorgehen der Ämter amtlich aktenkundig wird - wodurch dann keinerlei weitere Repressalien gegen den/die wehrhaften Betroffenen erfolgen werden, und wenn doch, dann hilft sofort eine Einstweilige Verfügung mit Eilantrag beim zuständigen Verwaltungsgericht. Das Verwaltungsgericht kann aufgrund des somit aktenkundigen Tatbestandes des Hausfriedensbruchs, der Nötigung, falschen Verdächtigung und der Bedrohung sowie der Rechtsbeugung im Amt gar nichts anderes machen als dem Antrag auf Einstweiligen Verfügung statt zu geben.

Urteile:

Landessozialgericht Halle - Beschluss vom 22. April 2005, Az. L 2 B 9/05 AS ER :
Das Gericht meint, dass der Besuch des Außendienstes kaum geeignet sei, entscheidungserhebliche Tatsachen für das Vorliegen einer eheähnlichen Gemeinschaft zu ermitteln, da die Intimsphäre zur Klärung dieser Frage nicht ausgeforscht werden dürfe. Die Ablehnung des Hausbesuchs sei durch die grundgesetzlich geschützte Unverletzlichkeit der Wohnung gedeckt (Artikel 13 GG).

Landessozialgericht Halle - Beschluss vom 22. April 2005, Az. L 2 B 9/05 AS ER :
Das Gericht meint, dass der Besuch des Außendienstes kaum geeignet sei, entscheidungserhebliche Tatsachen für das Vorliegen einer eheähnlichen Gemeinschaft zu ermitteln, da die Intimsphäre zur Klärung dieser Frage nicht ausgeforscht werden dürfe. Die Ablehnung des Hausbesuchs sei durch die grundgesetzlich geschützte Unverletzlichkeit der Wohnung gedeckt (Artikel 13 GG).

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Aktuelles aus dem Inhalt:

Thomas Gramespacher: Webdesign und Gestaltungshöhe?
– Zur Anwendung von § 2 Abs. 1 Ziff. 4 UrhG auf in Webseiten
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Der Autor kritisiert die Entscheidung des OLG Hamm
- 4 U 51/04 -, da das Gericht sich nicht die Mühe gemacht
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Wolfgang Kuntz: Buchvorstellung Marly, Softwareüberlassungs-
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Mit Recht hat sich "der Marly" als Standardwerk im Bereich
der Softwareverträge etabliert. Rechtsanwender finden auf
nahezu alle Fragen im Bereich der Softwareverträge
zufriedenstellende Antworten.

BGH: Literaturhaus
Wer auf eine Anfrage, einen Internet-Auftritt unter einem
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